Wie sähe eine Vision eines Kulturbetriebes aus, der durch Diversität und Inklusion anstatt durch Diskriminierung und Barrieren geprägt ist?

Beim [in:szene].lab stellen wir die Frage nach Zugänglichkeit des Kulturbetriebes in den Mittelpunkt und möchten über Lösungsansätze, empowernde Strategien und Visionen ins Gespräch kommen.

Was inspiriert und stärkt?

Es geht uns um ein gemeinsames Nachdenken darüber, wie Zugänge und alternative Netzwerke geschaffen und Strategien aussehen könnten, die eine kritische Kulturarbeit sowie eine gegenseitige Stärkung und Unterstützung ermöglichen.

Wir möchten uns gemeinsam mit Kulturschaffenden und Interessierten austauschen, deren Perspektiven aus den Institutionen und Förderstrukturen ausgeschlossen werden.

Wir laden ein zu einem Impulsvortrag von Moona Moon und einer Talkrunde am Vormittag und Workshops zu stärkenden, praktischen und kreativen Strategien am Nachmittag. In den Pausen und nach den Workshops gibt es Raum sich (wieder) zu treffen, kennen zu lernen, auszutauschen…

Lasst uns gemeinsam Zugänge schaffen!

Programm

Der Vortrag und die Talkrunde am Vormittag sind in deutscher Lautsprache und werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Bei Bedarf können wir Übersetzungen in andere Lautsprachen organisieren und es kann auch ein Workshop in DGS übersetzt werden!

– Lichtmess Kino –

9.30 Uhr
Ankommen und Begrüßung

10.00 Uhr
Impulvortrag von Moona Moon (Poetin, Referentin, Sozialpädagogin, Empowermenttrainerin)

11.30 Uhr
Talkrunde zu Zugängen im Kulturbetrieb und Austausch über stärkende Strategien mit
Tsepo Andreas Bollwinkel, Mischa Gohlke und Hajusom

 

– Leche de Tigre –

12.30 Uhr
Mittagspause

 

– W3-Saal –

13.30 Uhr
Workshopphase (Auswahl unter Anmeldung)

Workshop A: Bodypositivity
Workshop von und mit Ginnie Bekoe

Wir alle werden dazuerzogen, unsere Körper als dauerhaft verbesserungswürdig anzusehen und anNormen anpassen zu müssen.

Hier ein bisschenmehr, hier ein bisschen weniger, das sollte eher diese Form haben, jenes ehereine andere…  Was sind das für Normen, wo kommen die her? Wie“dürfen“ Körper sein und wie kann ich mit meinem zufrieden(er)werden? Fühle nur ich mich so? Oder haben das auch andere?

Der Workshop versucht,Erklärungen und Verbindungen zu finden und dabei praktische Möglichkeiten zuvermitteln, körperpositiv(er) zu sein.

Be-you-tiful!

Teilnehmer*innen: 8 -10
BPoC sind vorrangig, danach offen auch für Weisse.
Alle Gender willkommen.
Dauer: 2 Std.

GINNIE BEKOE, ISD-Beiratsmitglied on Hiatus, nonbinary & queer af, Rantner*in, sucht, findet & teilt Empowerment durch Bildung, Medien und Motzen, vorallem bezüglich der Intersektionen Schwarzsein, Queerness, BeHinderung & Fatness


Workshop B: Whose spaces ? Wessen Räume?
Talk, discussion with Salah Zater (engl./dt.)

Making spaces in art and culture more accessible is currently a big issue.For us as artists of color, there are far too few spaces that represent us,where we can exercise art and culture independently and thus participate incultural, social and political life.

What demands do artists of color have for a cultural enterprise? What dosolidary alliances and alternative strategies look like? Do we need arevolution to create spaces for us that are there for everyone?

Let’s occupy spaces!

SALAH ZATER (TV journalist and activist). He is involved in many different political and artistic projects and reflects in his artistic work hisexperiences in terms of political and social participation.

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Räume in Kunstund Kultur zu öffnen ist aktuell ein großes Thema. Doch für uns alsKunstschaffende of Color/ Künstler_innen mit Fluchtgeschichte gibt es noch vielzu wenig Räume, die uns repräsentieren, wo wir selbstbestimmt Kunst und Kulturausüben können und somit am kulturellen, sozialen und politischen Leben teilhaben können.

Welche Forderungenhaben Künstler_innen of Color/ Schwarze Kulturschaffende an einenKulturbetrieb? Wie können solidarische Bündnisse und alternative Strategienaussehen? Und – brauchen wir eine Revolution, um  Räume für uns zu schaffen,die für alle da sind?

Lasst uns Räumebesetzen!

SALAH ZATER (TVJournalist und Aktivist). Er ist in vielen unterschiedlichen Politik- undKunstprojekten involviert und reflektiert in seiner künstlerischen Arbeit seineErfahrungen in Bezug auf politische und soziale Teilhabe.


Workshop C: Art and protest – Kunst und Protest (engl./dt.)

The workshop will use examples and practical exercises to show how art in public space can be used as a form of protest.

LA TOYA OLORUNTOYIN MANLY-SPAIN  is a spoken word and vocal artist who is part of the performance group Schwabinggrad Ballett and founding member of ARRiVATi, a collective which uses art as a tool of resistance. She incorporates her African Musical traditions into her work and is devoted to human rights activism. Current political projects are a campaign against deportation, advocacy on asylum and migration issues and ‚decolonization‘. As an educator, she teaches about practices of art, activism and protest.

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In dem Workshop geht es anhand von Praxisbeispielen und praktischen Übungen darum, wie Kunst im öffentlichen Raum als Protestform genutzt werden kann.

LA TOYA OLORUNTOYIN MANLY-SPAIN ist als „spoken word“ und Vokal-Künstlerin Mitglied der Performance-Gruppe „Schwabinggrad Ballett” und Mitbegründerin von “ARRiVATi“, einem Kollektiv, das Kunst als Mittel des Widerstands einsetzt. Sie integriert in ihre Arbeit ihre afrikanischen musikalischen Wurzeln und widmet sich stark dem Kampf für Menschenrechte. Aktuell macht sie sich stark gegen Abschiebungen, für Migrations- und Asylfragen und „Dekolonisierung“ und lehrt zum Themenfeld Kunst, Aktivismus und Protest.


16:30 Uhr
Open.lab – Austausch, Kennenlernen und Netzwerken
u.a. mit DIVERSITY. ARTS. CULTURE – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung, EUCREA – Verband Kunst und Behinderung e.V. und einem Vernetzungsraum für Schwarze Personen/Personen of Color

18.00 Uhr
Gemeinsamer Abschluss